PEACE & LOVE: Entzündung und ungeordnete Kollagenmatrix im Vergleich zur funktionellen Geweberegeneration

PECH war gestern? Was PEACE & LOVE für die Behandlung von Verletzungen bei Tieren bedeutet

Von der Entzündungshemmung zur funktionellen Regeneration – mit Bewegungstherapie, Mykotherapie und Kollagenpeptiden.

Ein Pferd mit einer akuten Sehnenverletzung, ein Hund nach einer Knieoperation oder eine ältere Katze mit schmerzhaften Gelenken: Lange Zeit stand bei solchen Problemen vor allem eine Frage im Vordergrund: Wie können wir Schmerz, Entzündung und Schwellung möglichst schnell reduzieren?

Die klassische Antwort lautete PECH: Pause, Eis, Compression und Hochlagern.

Inzwischen setzt sich in der Human-Sportmedizin ein umfassenderes Verständnis der Gewebeheilung durch. Auch in der Tiertherapie verändert sich allmählich die Perspektive: Die unmittelbare Symptombekämpfung bleibt wichtig, doch zunehmend stellt sich die Frage, wie verletztes Gewebe wieder möglichst gut funktionsfähig und belastbar wird – und wie wir die körpereigenen Reparaturprozesse dabei unterstützen können. Diesen Gedanken greift PEACE & LOVE auf.

Für die Veterinärmedizin ist dieser Perspektivwechsel besonders interessant. Und er wirft Fragen auf, die auch für die Mykotherapie entscheidend sind: Wollen wir Entzündungen grundsätzlich hemmen – oder die biologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Regeneration unterstützen? Wann darf ein Tier wieder trainieren, wann benötigt es Schutz und Ruhe? Und wie lässt sich erkennen, ob Bewegung bereits sinnvoll oder noch zu früh ist?

Von PECH zu PEACE & LOVE – die Übersetzung in die Tiermedizin

Das Konzept wurde 2019 von Blaise Dubois und Jean-François Esculier vorgestellt und 2020 im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht (Dubois & Esculier, 2020). Die Autoren verbinden die Versorgung einer frischen Verletzung mit einer aktiven, auf Funktion ausgerichteten Rehabilitation. Im Folgenden übertrage ich die Grundgedanken auf Pferde, Hunde und Katzen.

Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Anders als der Mensch kann ein Tier seine Schmerzen nicht differenziert beschreiben oder seine Belastung bewusst danach steuern. Deshalb müssen wir uns an beobachtbaren funktionellen Kriterien, dem klinischen Verlauf und gegebenenfalls bildgebenden Untersuchungen orientieren.

PEACE – die unmittelbare Verletzungsphase

  • P – Protect: Verletzte Strukturen zunächst schützen und gegebenenfalls entlasten. Besonders wichtig ist es, unkontrollierte Bewegungen zu vermeiden; Dauer und Ausmaß der Entlastung richten sich nach der Verletzung.
  • E – Elevate: Hochlagern, soweit anatomisch sinnvoll und praktisch möglich. Bei Kleintieren kann dies im Einzelfall helfen, bei Pferden ist es kaum umsetzbar.
  • A – Avoid anti-inflammatories: Die routinemäßige Unterdrückung der Entzündungsreaktion kritisch hinterfragen. Kühlung und NSAR werden nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sondern abhängig von Befund und Heilungsphase eingesetzt.
  • C – Compress: Durch eine geeignete, fachgerecht angelegte Kompression Schwellung und Ödembildung begrenzen, soweit dies für die Verletzung sinnvoll ist.
  • E – Educate: Besitzer über den Heilungsverlauf aufklären, realistische Erwartungen vermitteln und zur aktiven Selbsthilfe anleiten. Dazu gehören klare Vorgaben zur Bewegung, Belastungsbegrenzung und Verlaufskontrolle.

LOVE – die anschließende Rehabilitation

  • L – Load: Die mechanische Belastung entsprechend dem Heilungsverlauf kontrolliert steigern. Maßgeblich sind Gangbild, Bewegungsqualität, objektive Befunde und die Reaktion auf die bisherige Belastung.
  • O – Optimism: Den Besitzern eine realistische, aber positive Perspektive vermitteln. Gerade langwierige Rehabilitationen benötigen Geduld, Konsequenz und Vertrauen in den Behandlungsplan.
  • V – Vascularisation: Kreislauf und Gewebedurchblutung durch geeignete, kontrollierte Bewegung unterstützen, ohne die verletzten Strukturen zu überlasten.
  • E – Exercise: Mit gezielten Übungen Beweglichkeit, Muskelkraft, Koordination und Propriozeption wiederherstellen. Ziel ist eine möglichst physiologische und langfristig belastbare Bewegung.

Zwei Aspekte dieses Konzepts müssen wir in der Veterinärmedizin genauer betrachten, weil sie sich nicht pauschal aus der Humanmedizin übertragen lassen: LOAD, die kontrollierte Steigerung der Belastung, und AVOID, der Umgang mit entzündungshemmenden Maßnahmen.

LOAD: Belastung steigern – aber woran orientieren wir uns?

Der wichtigste Unterschied zur Humanmedizin liegt in der praktischen Umsetzung von Load. Beim Menschen kann Schmerz als unmittelbare Rückmeldung für die Belastungssteigerung dienen. Beim Tier müssen wir stattdessen die funktionelle Belastungstoleranz beurteilen. Dafür brauchen wir einen möglichst nachvollziehbaren Maßstab.

Belastungssteuerung beim Tier anhand von Gangbild, Tastbefund, Sonografie und der Reaktion am Folgetag
Beim Tier bestimmen beobachtbare Befunde und die Reaktion nach der Bewegung den nächsten Belastungsschritt. Grafik vergrößern

Ein zentraler Leitsatz lautet deshalb: Kann ein Tier eine bestimmte Gangart unter definierten Bedingungen kontrolliert und ohne nachfolgende Verschlechterung bewältigen, kann die Belastung innerhalb dieser Gangart schrittweise gesteigert werden – vorausgesetzt, es zeigen sich keine Hinweise auf eine erneute entzündliche Reizung und der strukturelle Heilungsverlauf lässt dies zu.

Dabei ist eine Bewegungseinschränkung nach Verletzung oder Operation nicht automatisch Ausdruck einer aktiven Entzündung. Verminderte Beweglichkeit kann auch durch Muskelabbau, Schonhaltungen, veränderte Koordination oder mechanische Einschränkungen des heilenden Gewebes entstehen. Überwärmung, Schwellung und Schmerz sind dagegen typische Hinweise auf entzündliche Aktivität. Eine auffällige Bewegung muss deshalb im Zusammenhang mit dem klinischen Befund beurteilt werden. Lahmfreiheit, Entzündungsfreiheit und funktionelle Beweglichkeit beschreiben unterschiedliche Aspekte des Heilungsverlaufs.

Eine überwiegend funktionelle Einschränkung verlangt gezielten Wiederaufbau; eine aktive entzündliche Reizung erfordert zunächst eine entsprechende Anpassung der Behandlung und Belastung.

Daher mal Klartext: Die pauschale Angst vor dem „lahmen Pferd“ und das Getuschel darüber im Stall müssen aufhören. Lahmheit verlangt eine fachliche, differenzierte Betrachtung. Eine entzündungsbedingte Lahmheit ist anders einzuordnen und zu behandeln als eine degenerationsbedingte Lahmheit. Ebenso müssen wir erkennen, wenn Kompensationsmuster oder eine Muskelatrophie nach längerer Schonung die Bewegung beeinträchtigen. Wer all das unter dem Etikett „lahm“ zusammenfasst, übersieht die unterschiedlichen Ursachen und damit auch die Möglichkeiten, dem Pferd zu helfen. Fast jede dieser Problemstellungen lässt sich therapeutisch beeinflussen oder durch gezieltes Training verbessern. Entscheidend ist, zu verstehen, was die Bewegung tatsächlich begrenzt und welche Behandlung oder welcher Trainingsreiz dem Pferd in seiner aktuellen Situation weiterhilft.

Beim Pferd würde das beispielsweise bedeuten, zunächst die Dauer der kontrollierten Schrittarbeit zu erhöhen, bevor weitere Belastungsanforderungen hinzukommen. Der Wechsel in eine schnellere Gangart stellt einen eigenständigen Belastungsschritt dar. Wie deutlich sich diese Anforderungen unterscheiden, zeigen die ungefähren Dehnungswerte der oberflächlichen Beugesehne (SDFT) (Smith, 2024):

Gangart Dehnung der SDFT (ca.)
Schritt 2 %
Trab 4–6 %
Galopp etwa 8 %
Schneller Galopp bis 16 %

Die Zahlen beziehen sich auf die oberflächliche Beugesehne und können nicht pauschal auf sämtliche Sehnen und Bänder übertragen werden. Sie verdeutlichen aber, weshalb der Wechsel von Schritt zu Trab oder Galopp mehr bedeutet als nur eine intensivere Form derselben Bewegung.

Entscheidend ist außerdem nicht allein die Beobachtung während der Bewegung. Auch die Reaktion danach zählt: Treten erneut Schwellungen, Schmerz, Wärme, Druckempfindlichkeit oder Veränderungen des Gangbildes auf – gegebenenfalls erst am Folgetag –, war die Belastung zu hoch und das Training muss überprüft werden. Bei strukturellen Sehnen- oder Bandverletzungen helfen wiederholte klinische und sonografische Kontrollen, den nächsten Belastungsschritt abzusichern (Smith, 2024).

Dieses Prinzip lässt sich auch auf Hunde und Katzen übertragen, muss jedoch an Erkrankung, Tierart und individuelle Bewegungsmöglichkeiten angepasst werden. Aus dem abstrakten Begriff Load wird so ein therapeutisch steuerbarer Prozess: Belastung beobachten, Verträglichkeit beurteilen, dosiert steigern und den Verlauf kontrollieren.

Dahinter steht ein grundlegendes biologisches Wechselspiel: Form follows function – function follows form. Die Struktur eines Gewebes bestimmt seine funktionellen Möglichkeiten. Zugleich beeinflussen die funktionellen Anforderungen und mechanischen Reize, wie sich dieses Gewebe organisiert und anpasst. Über Training werden Belastungsreize in zelluläre Signale übersetzt, die Kollagenorganisation und Matrixumbau mitbestimmen.

Der besondere Wert von PEACE & LOVE liegt – so betrachtet – weniger in den einzelnen Buchstaben als in dieser veränderten therapeutischen Perspektive. Nicht die bloße Ausheilung einer Verletzung, sondern die Wiederherstellung der Funktion steht im Mittelpunkt. Pauschale Ruhigstellung muss deshalb ebenso kritisch hinterfragt werden wie das „Prinzip Hoffnung“, ein Pferd einfach wieder auf die Weide zu stellen. Schutz, dosierte Belastung und funktionelles Training müssen zur jeweiligen Heilungsphase passen.

AVOID: Entzündung – Störfaktor oder Voraussetzung der Heilung?

Eine akute Entzündungsreaktion ist nicht zwangsläufig Ausdruck eines fehlgeleiteten Prozesses. Nach einer Verletzung beseitigen neutrophile Granulozyten und Makrophagen beschädigte Zellbestandteile und initiieren über Zytokine und Wachstumsfaktoren die Reparatur. Eine physiologische Entzündung ist Teil der Heilung; eine überschießende oder persistierende Entzündungsreaktion (z.B. bei einer Hufrehe) kann sie dagegen beeinträchtigen oder verhindern, bleibt sie unbehandelt. Es geht also um zeitliche und funktionelle Regulation statt pauschaler Unterdrückung (Rodrigues et al., 2019).

Bedeutet das das Ende von Eis und Entzündungshemmern? Nein. Kühlung und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) behalten ihren Platz in der individuellen Schmerz- und Schwellungskontrolle, wenn Befund und Tierwohl dies erfordern. Eine randomisierte Studie mit 60 Erwachsenen fand unter PEACE & LOVE durch zusätzliche Kühlung nach sieben Tagen weniger Schmerz und Schwellung, nach vier Wochen jedoch vergleichbare funktionelle Ergebnisse (Halder et al., 2026). Wichtig dabei: Kurzfristige Symptomkontrolle und langfristige Gewebeheilung sind unterschiedliche Therapieziele. Analgesie kann Bewegung erst ermöglichen, darf aber nicht zu einer verfrühten Belastung verleiten oder zur Dauerlösung verführen.

Rehabilitation bedeutet Arbeit und Training. Wer zu Beginn Zeit und Geduld in einen sorgfältigen Aufbau investiert, schafft die Voraussetzungen dafür, dass spätere Belastungsschritte leichter fallen. Das verlangt Konsequenz, gerade dann, wenn die Fortschritte klein erscheinen und die tägliche Arbeit mühsam wird. „Take the time it takes in order to take less time“ (Pat Parelli): Die notwendige Zeit am Anfang gut zu nutzen, hilft, später vermeidbare Rückschritte und Umwege zu ersparen.

Physiologische Entzündung unterstützt die Gewebeheilung; überschießende oder chronische Entzündung belastet das Gewebe
Die Entzündungsreaktion leitet die Reparatur ein. Entscheidend ist, dass sie im weiteren Heilungsverlauf reguliert wird. Grafik vergrößern

Ein phasenorientiertes Behandlungskonzept

Wie lässt sich PEACE & LOVE nun therapeutisch einordnen? Eine wissenschaftliche Grundlage bieten die vier etablierten, ineinander übergehenden Phasen der Wundheilung: Hämostase, Entzündung, Proliferation und Remodellierung. Jede ist durch andere biologische Prozesse gekennzeichnet und stellt andere Anforderungen an die Behandlung (Rodrigues et al., 2019). Die Zeiträume sind keine starren Grenzen; besonders bei Sehnenverletzungen verlaufen die Vorgänge wesentlich langsamer als bei unkomplizierten Hautwunden (Smith, 2024).

  • 1. Hämostase – unmittelbar nach der Verletzung: Gerinnung und Fibringerüst begrenzen die Blutung und schaffen eine erste Reparaturmatrix. Im Vordergrund stehen Schutz, Stabilisierung und die Vermeidung weiterer Gewebeschäden.
  • 2. Entzündungsphase – bei Pferdesehnen häufig etwa Woche 1–2: Neutrophile Granulozyten und Makrophagen entfernen beschädigtes Gewebe und leiten die Reparatur ein. Die Entzündung erfüllt eine notwendige biologische Funktion, sollte aber abklingen und nicht dauerhaft unterhalten werden.
  • 3. Proliferationsphase – bei Pferdesehnen näherungsweise Woche 2–16: Fibroblasten und Tenocyten bilden neue extrazelluläre Matrix und zunächst wenig belastbares, kollagenreiches Reparaturgewebe. Sobald der Befund es zulässt, fördern kontrollierte mechanische Reize die funktionelle Organisation der Kollagenfasern; unkontrollierte Belastungen bleiben zu vermeiden.
  • 4. Remodellierung – bei Pferdesehnen ab etwa Woche 16: Das zunächst ungeordnete Reparaturgewebe wird über Monate umgebaut. Kollagenfasern richten sich zunehmend entlang der Belastungslinien aus, ihre Quervernetzung verändert sich und die mechanische Widerstandsfähigkeit nimmt zu. Form und Funktion entwickeln sich im Wechselspiel.

Für Verletzungen der oberflächlichen Beugesehne des Pferdes nennt Smith (2024) 12 bis 18 Monate als empirischen Orientierungsrahmen für die Rehabilitation (Smith, 2024). Die tatsächliche Dauer hängt von Verletzungsausmaß, individuellem Heilungsverlauf und den Ergebnissen wiederholter Kontrollen ab.

Vier überlappende Heilungsphasen: Hämostase, Entzündung, Proliferation und Remodellierung
Die vier Heilungsphasen gehen ineinander über. Die Zeitangaben zeigen einen Orientierungsrahmen für Pferdesehnen, keine festen Fristen für jede Verletzung. Grafik vergrößern

Die entscheidende Erkenntnis: Nicht jede Heilungsphase braucht dieselbe Therapie. Schutz, Entzündungsregulation, Gewebeneubildung und strukturelle Reifung verlangen jeweils ein anderes Maß an Intervention und mechanischer Beanspruchung. Diesen biologischen Zusammenhang können wir auch für die Einordnung ergänzender Therapie- und Ernährungskonzepte nutzen.

Die vielleicht größte Herausforderung liegt dabei häufig nicht in der Therapie selbst, sondern in der Geduld und Konsequenz der Besitzer. Sobald das Pferd wieder taktrein läuft, bewegungsfreudig erscheint und keine offensichtlichen Beschwerden mehr zeigt, wächst verständlicherweise der Wunsch, es möglichst schnell wieder in den gewohnten Alltag oder ins Training zurückzuführen. Doch genau hier liegt eine erhebliche Gefahr: Klinische Symptomfreiheit ist nicht gleichbedeutend mit wiederhergestellter mechanischer Belastbarkeit.

Ein zu schneller Trainingsaufbau oder unkontrollierte Bewegungen können den über Monate erreichten Heilungsfortschritt gefährden und das Risiko erneuter Verletzungen erhöhen. Für Besitzer bedeutet das, auch vermeintliche Stillstände auszuhalten, konsequent an einem individuell abgestimmten Rehabilitationsplan festzuhalten und die Belastungssteigerung an objektiven Befunden statt am augenscheinlichen Wohlbefinden des Pferdes auszurichten. Regelmäßige therapeutische Begleitung hilft nicht nur bei der Verlaufskontrolle, sondern auch dabei, Erwartungen über viele Monate realistisch einzuordnen. Denn die biologische Regeneration folgt ihrem eigenen Zeitplan – nicht dem Wunsch nach einer möglichst schnellen Rückkehr zur Normalität.

Das verlangt aber auch, die eigene Komfortzone zu verlassen und Neues zu lernen. Wer sein Pferd durch die Rehabilitation begleitet, muss meiner Meinung nach lernen, es am Boden effektiv und gesundheitsorientiert zu trainieren. Die Vorstellung, sämtliche Probleme aus dem Sattel lösen zu können, hilft dabei wenig: die wenigsten Probleme in der Rehabilitation lassen sich allein durch Reiten lösen. Mein Appell an Besitzer lautet deshalb: Investiert in euer eigenes Wissen. Lernt geeignete Trainingsverfahren kennen, versteht den sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln und lasst euch therapeutische Maßnahmen zeigen, die ihr fachgerecht selbst durchführen könnt. Gerade angesichts gestiegener tierärztlicher Behandlungskosten ist das eine kluge Investition. Einmal fundiert erlernte Übungen und angeleitete Maßnahmen lassen sich regelmäßig selbst umsetzen. Dieses Wissen bleibt auch über die aktuelle Rehabilitation hinaus nutzbar und kann auf lange Sicht erheblich Geld sparen.

Mykotherapie entlang der Heilungsphasen

Im Rahmen von PEACE & LOVE richtet sich die Auswahl der Vitalpilze danach, was das Gewebe im jeweiligen Stadium braucht. Zu Beginn bestimmen Entzündung und Schwellung die Behandlung, später die Neubildung und Reifung des Gewebes. Mit zunehmender Bewegung kommen die Anforderungen an Muskulatur und Energiestoffwechsel hinzu. Eine Orientierung für die Auswahl bietet mein Leitfaden zur Vitalpilztherapie für den Bewegungsapparat.

Reishi zur Regulation der Entzündung

Reishi (Ganoderma lucidum) setze ich ein, um entzündungsbedingten Schmerz zu reduzieren und überschießende oder anhaltende Entzündungsreaktionen zu regulieren. Für eine erfolgreiche Heilung muss die anfängliche Entzündung in die Phase der Gewebeneubildung übergehen können. Bleibt die entzündliche Aktivität bestehen, werden reparierende Zellen und neu entstehende Strukturen weiter belastet. Deshalb ist Reishi sowohl bei frischen Verletzungen als auch bei chronischen Reizzuständen und erneut aufflammenden Beschwerden während der Rehabilitation bedeutsam.

Seine Triterpene greifen in die zelluläre Steuerung der Entzündungsantwort ein. Dazu gehören die TLR4/NF-κB- und MAPK-Signalwege, über die Zellen auf Entzündungsreize reagieren und entzündungsfördernde Botenstoffe bilden. In Zell- und Tiermodellen reduzieren untersuchte Reishi-Triterpene unter anderem TNF-α und IL-6. Hinter dem Begriff „Entzündungsregulation“ steht damit ein konkreter Einfluss auf die Signalverarbeitung und die Freisetzung entzündlicher Mediatoren. (Pozzobon et al., 2026)

Er ist auch sehr gut geeignet, einen sanften Übergang von schulmedizinischer Entzündungskontrolle zu naturheilkundlicher Therapie zu gestalten. Wenn die akuten Beschwerden bereits kontrolliert sind, das Gewebe aber weiterhin zu Reizzuständen neigt, nutze ich Reishi für die längerfristige mykotherapeutische Begleitung. Änderungen einer laufenden medikamentösen Behandlung werden dabei mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt.

Pleurotus beim Aufbau und Umbau des Bindegewebes

Pleurotus (Pleurotus ostreatus) ist in meinem Konzept ein wesentlicher Pilz für die Regeneration von Sehnen, Bändern und gelenkstabilisierenden Strukturen. Während der Proliferation unterstützt er den Aufbau des Bindegewebes; während der Remodellierung stehen dessen Elastizität und funktionelle Belastbarkeit im Vordergrund. Besonders bei chronisch verdickten, verhärteten oder vernarbten Sehnen richtet sich sein Einsatz auf die Wiederherstellung der Geschmeidigkeit des Gewebes. Hinzu kommt sein Einfluss auf die Muskelspannung: Eine dauerhaft erhöhte Spannung der zugehörigen Muskulatur verstärkt den mechanischen Zug auf eine verletzte Sehne. Die Regulation dieses Tonus gehört deshalb unmittelbar zur Behandlung der Sehnenverletzung. (VetJedi-Leitfaden zu akuten und chronischen Sehnenproblemen)

Eine weitere Wirkachse ist der oxidative Zellschutz. Zu den relevanten Inhaltsstoffen gehören β-Glucane wie Pleuran und das antioxidativ wirksame Ergothionein. Übermäßige Mengen reaktiver Sauerstoffverbindungen können Membranlipide und Proteine schädigen und dadurch die Funktion der Zellen beeinträchtigen, die das Gewebe erhalten und reparieren. Für Pleurotus-Extrakte sind unter anderem die Begrenzung der Lipidperoxidation und der Schutz vor oxidativen Proteinschäden beschrieben. (Lesa et al., 2022)

Dieser Zusammenhang ist auch im Training wichtig. Mit zunehmender Belastung steigen die Anforderungen an den Energiestoffwechsel und die antioxidativen Schutzsysteme der Muskulatur. Ich nutze Pleurotus deshalb auch während des Wiederaufbaus, um den Zellschutz unter Belastung mit der Regeneration des Bindegewebes und der Regulation der Muskelspannung zu verbinden. Der Trainingsbezug seines antioxidativen und immunmodulierenden Wirkprofils wird auch in der Übersicht zu Pleurotus und sportlicher Belastung von 2024 behandelt.

Auricularia für die Versorgung des Gewebes

Auricularia (Auricularia auricula-judae) setze ich gezielt zur Verbesserung der Mikrozirkulation ein. Gemeint ist die Versorgung über die kleinsten Blutgefäße, an denen der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselprodukten stattfindet. Gerade bei Sehnen und Bändern ist diese Versorgung ein wesentlicher therapeutischer Ansatzpunkt: Das vergleichsweise gering durchblutete, stoffwechselträge Gewebe muss nach einer Verletzung erhebliche Reparaturarbeit leisten. Neu entstehende Strukturen benötigen dafür eine ausreichende Versorgung. In meinem Behandlungskonzept gehört Auricularia deshalb zu den wichtigen Pilzen bei Sehnen- und Bandproblemen.

Sein Einfluss auf die Blutgerinnung lässt sich konkret beschreiben. Yoon et al. untersuchten ein isoliertes Auricularia-Polysaccharid, das die Hemmung von Thrombin durch Antithrombin verstärkte. Thrombin ist ein Enzym, das die Bildung des gerinnselstabilisierenden Fibrins ermöglicht. Zusätzlich wurde nach oraler Gabe des Polysaccharids an Ratten eine Hemmung der Blutplättchenaggregation beobachtet. Damit sind sowohl gerinnungsbezogene als auch thrombozytenbezogene Wirkungen beschrieben. (Yoon et al., 2003)

Bei frischen Einblutungen und während der frühen Blutstillung setze ich Auricularia deshalb nicht ein. In dieser Phase wird eine funktionierende Gerinnung benötigt, um die Blutung zu begrenzen und die Verletzung zunächst zu stabilisieren. Mit gerinnungshemmenden Medikamenten sollte Auricularia wegen des möglichen Blutungsrisikos nicht ohne ausdrückliche tierärztliche Abstimmung kombiniert werden.

Reishi zur Entzündungsregulation und Auricularia zur Gewebeversorgung, mit Warnhinweis bei frischen Einblutungen
Reishi und Auricularia erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Auricularia kommt bei frischen Einblutungen und während der frühen Blutstillung nicht zum Einsatz. Grafik vergrößern

Cordyceps im funktionellen Wiederaufbau

Cordyceps unterstützt den funktionellen Wiederaufbau unmittelbar auf der Ebene des zellulären Energiestoffwechsels. Im Mittelpunkt steht die Bereitstellung von ATP, der unmittelbar nutzbaren Energie für Muskelarbeit und zahlreiche Zellprozesse. Die Mitochondrien erzeugen dieses ATP aus den verfügbaren Nährstoffen. Experimentelle Untersuchungen mit Cordyceps-sinensis-Extrakten zeigen eine gesteigerte mitochondriale ATP-Bildung und einen verstärkten Elektronentransport. Für isoliertes Cordycepin ist außerdem die Aktivierung von AMPK beschrieben: Dieser zelluläre Energiesensor reguliert das Verhältnis zwischen Energieverbrauch und energiebereitstellenden Stoffwechselwegen. Damit lässt sich der Bezug zur Energieversorgung wesentlich konkreter erklären. (Siu et al., 2004, Radhi et al., 2021)

Hinzu kommt die hormonelle Wirkachse. In Untersuchungen mit Cordyceps-Präparaten wurden Einflüsse auf die Steroidhormonbildung und erhöhte Testosteronspiegel beschrieben. Testosteron fördert aufbauende, also anabole Prozesse und ist für den Erhalt und Aufbau der Muskulatur bedeutsam. Diese energetischen und hormonellen Wirkachsen nutze ich im mykotherapeutischen Konzept, um den Muskelaufbau nach längerer Ruhigstellung gezielt zu fördern und den funktionellen Wiederaufbau zu beschleunigen. (Song et al., 2015; Mausmodell)

Gerade deshalb sollte Cordyceps in der Rehabilitation nicht zu früh eingesetzt werden. Die gesteigerte Energie und Bewegungslust können dazu führen, dass sich ein Tier bereits deutlich aktiver bewegen möchte, obwohl die verletzten Strukturen dieser Belastung noch nicht gewachsen sind. Besonders bei heilenden Sehnen- und Bandverletzungen kann daraus eine gefährliche Diskrepanz zwischen Bewegungsdrang und mechanischer Belastbarkeit entstehen. Ich ordne Cordyceps deshalb gezielt in die Phase ein, in der die zusätzliche Energie durch kontrollierte Bewegung und geeignete Trainingsreize für den Wiederaufbau genutzt werden kann.

Weiterführend: VetJedi-Leitfaden: akute Sehnen- und Bandprobleme · VetJedi-Leitfaden: chronische Sehnen- und Bandprobleme · VetJedi-Leitfaden: Arthritis und Arthrose.

Pleurotus für Bindegewebe und Zellschutz sowie Cordyceps für ATP-Bereitstellung und Muskelaufbau in der Rehabilitation
Pleurotus begleitet den Gewebeaufbau; Cordyceps unterstützt den funktionellen Wiederaufbau. Zusätzliche Energie und Bewegungslust müssen zur mechanischen Belastbarkeit passen. Grafik vergrößern

Kollagenprodukte: Substrat und Signal für den Gewebeumbau

Zur Gewebeneubildung gehören auch ausreichende Proteinversorgung und Kollagensynthese. Hydrolysierte Kollagenpeptide, insbesondere niedermolekulare Typ-I-Kollagenfraktionen aus Fisch oder Rind, liefern Glycin, Prolin und Hydroxyprolin-haltige Peptide. Sie sind vom nativen Typ-II-Kollagen zu unterscheiden, das auf ein immunologisches Oral-Toleranz-Konzept für Gelenke zielt. Entscheidend sind Peptidprofil, Verträglichkeit und ausreichende Anwendungsdauer. Kollagen ersetzt den Trainingsreiz nicht, sondern ergänzt dessen biochemische Voraussetzungen.

Das alles wird ausführlich erklärt im VetJedi: Kollagen beim Tier – Mythos und Wirklichkeit.

Kollagenpeptide liefern Bausteine für die Matrix; der mechanische Trainingsreiz unterstützt die funktionelle Ausrichtung
Kollagenpeptide ergänzen die biochemischen Voraussetzungen des Gewebeumbaus. Die funktionelle Anpassung braucht den passenden mechanischen Trainingsreiz. Grafik vergrößern

Hilfe zur Selbsthilfe: Bewegung gezielt trainieren

Besitzer brauchen einfache, nachvollziehbare Trainingspläne statt bloßer Aufforderungen zum „Wiederantrainieren“. Mir hat das Buch „Trainingstherapie – Zurück zu Bewegungsfreude nach Verletzungen, Lahmheiten & Co.“ von Claudia Weingand und Katharina Möller-Weingand (Weingand & Möller-Weingand, 2026) sehr weitergeholfen, weshalb ich bei vielen Gelegenheiten Werbung für die beiden mache – obwohl wir uns nie kennengelernt haben. Das Buch erklärt den strukturierten Wiederaufbau nach Verletzungen und den Umgang mit Kompensationsmustern und ist pure Hilfe-zur-Selbsthilfe.

Für das spätere funktionelle Training bieten die Equikinetic nach Michael Geitner (Intervallarbeit zur kontrollierten Kräftigung) und die Akademische Reitkunst nach Bent Branderup (Boden- und Handarbeit, Geraderichten, Seitengänge) zwei unterschiedliche, praxisnahe Konzepte. Beide gehören erst dann in den Plan, wenn Verletzungsstatus und Belastungsfreigabe die jeweiligen Übungen erlauben; enge Wendungen oder anspruchsvolle Seitengänge sind keine Übungen für die frühe Sehnenheilung.

Befundgestützter Trainingsaufbau, Equikinetic und Bodenarbeit in der späteren Rehabilitation des Pferdes
Bei strukturellen Sehnenverletzungen wird der Trainingsaufbau durch klinische und sonografische Kontrollen begleitet. Intervallarbeit und anspruchsvollere Bodenarbeit setzen die entsprechende Belastungsfreigabe voraus. Grafik vergrößern

Fazit: Heilung verstehen – Funktion wiederherstellen

Der Wandel von PECH zu PEACE & LOVE ist mehr als eine neue Eselsbrücke. Er erinnert uns daran, dass Schmerzfreiheit, Abschwellung und tatsächliche Geweberegeneration unterschiedliche Ziele sind. Erfolgreiche Rehabilitation erfordert nicht allein die Kontrolle biologischer Prozesse, sondern auch die passende mechanische Beanspruchung.

Für die Veterinärmedizin gilt dabei: Ein Konzept aus der Human-Sportmedizin kann wertvolle Orientierung bieten, muss aber an Tierart, Verletzung und Befund angepasst werden. Gerade bei langwierigen Sehnen- und Bandverletzungen zählen deshalb nicht nur die richtigen Übungen, sondern auch Geduld, konsequente Belastungssteuerung und eine verlässliche therapeutische Begleitung.

Die Mykotherapie begleitet diesen Aufbau hervorragend, indem sie Entzündungsregulation, Gewebeversorgung und Regeneration entsprechend dem jeweiligen Befund unterstützt. Kollagenpeptide ergänzen die Versorgung für den Gewebeumbau. Entscheidend für die funktionelle Belastbarkeit bleibt dabei der passend dosierte mechanische Trainingsreiz.

Vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis deshalb nicht, dass wir Entzündungen künftig weniger behandeln sollten. Sondern dass wir genauer verstehen müssen, wann Entzündung zur Heilung beiträgt, wann sie schädlich wird – und wann kontrollierte Bewegung den entscheidenden therapeutischen Reiz liefert. Form follows function – function follows form.

Transparenz: Der Autor ist Tierheilpraktiker sowie Gesellschafter und medizinischer Berater der Mycelium Pilzkraft GmbH.

Literatur und weiterführende Quellen

Dubois, B.; Esculier, J.-F. (2020). Soft-tissue injuries simply need PEACE and LOVE. British Journal of Sports Medicine 54(2), 72–73. DOI

Rodrigues, M. et al. (2019). Wound Healing: A Cellular Perspective. Physiological Reviews 99(1), 665–706. DOI

Smith, R. K. W. (2024). Treatment of tendinopathies. Equine Veterinary Education 36(12), 659–672. DOI

Wagner, F. C. et al. (2021). Biplanar High-Speed Fluoroscopy of Pony Superficial Digital Flexor Tendon – An In Vivo Pilot Study. Veterinary Sciences 8(6), 92. DOI

Halder, P. et al. (2026). Cryotherapy added to PEACE & LOVE rehabilitation for acute lateral ankle sprain: A randomized controlled trial. Journal of Science and Medicine in Sport (online 24.09.2026). DOI

Cachon, T. et al. (2023). International consensus guidelines for the treatment of canine osteoarthritis (COAST). Frontiers in Veterinary Science 10, 1137888. DOI

Pozzobon, R. G. et al. (2026). Anti-Inflammatory Potential of Ganoderma lucidum Triterpenes: Systematic Review and Meta-Analysis of Preclinical Evidence. Pharmaceuticals 19(1), 188. DOI

Radhi, M. et al. (2021). A Systematic Review of the Biological Effects of Cordycepin. Molecules 26(19), 5886. DOI

Lesa, K. N. et al. (2022). Nutritional Value, Medicinal Importance, and Health-Promoting Effects of Dietary Mushroom Pleurotus ostreatus. Journal of Food Quality, 2454180. DOI

Yoon, S.-J. et al. (2003). The nontoxic mushroom Auricularia auricula contains a polysaccharide with anticoagulant activity mediated by antithrombin. Thrombosis Research 112(3), 151–158. DOI

Dobenecker, B. et al. (2018). Specific bioactive collagen peptides as supplement for horses with osteoarthritis: A two-centred study. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition 102(Suppl. 1), 16–23. DOI

Nulty, C. et al. (2025). Hydrolysed Collagen Supplementation Enhances Patellar Tendon Adaptations to 12 Weeks’ Resistance Training in Middle-Aged Men. European Journal of Sport Science. DOI

Weingand, C.; Möller-Weingand, K. (2026). Trainingstherapie – Zurück zu Bewegungsfreude nach Verletzungen, Lahmheiten & Co. Müller Rüschlikon, ISBN 978-3-275-02368-4. Buchinformationen

Zurück zum Blog

Transparenz, Produktinformation & Dosierung

Transparenz und Produktinformation: Ich bin Gesellschafter und fachlicher Berater der Mycelium Pilzkraft GmbH. Wenn auf Vet-Jedi konkrete Mycelium-Produkte verlinkt sind, dient dies zugleich der nachvollziehbaren Angabe der von mir verwendeten beziehungsweise gemeinten Produkte. Diese wirtschaftliche und fachliche Verbindung mache ich bewusst transparent.

Bezugsquelle: Weiterführende Produktinformationen finden Sie bei Mycelium Pilzkraft.

Verabreichung: Vitalpilze sollten grundsätzlich langsam eingeschlichen werden. Ausführliche Hinweise zur Anwendung, zum Einschleichen und zu möglichen Reaktionen finden Sie im Anwendungsleitfaden von Mycelium.

Therapiedauer: Die Dauer richtet sich nach Ausgangslage, Zielsetzung und individuellem Verlauf. Die in Beiträgen genannten Zeiträume sind fachliche Orientierungswerte und keine allgemeingültige Therapieanweisung.

Dosierung: Für Hund, Katze und Pferd steht der Vitalpilz-Dosierungsrechner von Mycelium Pilzkraft zur Verfügung.

Therapeutische Begleitung: Wer eine fachliche Begleitung sucht, findet über das Mycelium-Therapeutennetzwerk weitere Ansprechpartner.

PEACE & LOVE beim Tier: Verletzungen und Reha | Vet-Jedi

Ein letzter, wichtiger Hinweis des Autors

Hinweis zur Einordnung

Die Inhalte auf Vet-Jedi dienen der fachlichen Information und der Einordnung wissenschaftlicher Literatur, traditioneller Anwendung und praktischer Erfahrungen. Sie stellen keine individuelle Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.

Die wissenschaftliche Evidenz unterscheidet sich je nach Vitalpilz, Spezies und Anwendungsgebiet. Präklinische Ergebnisse, klinische Studien und eigene Praxisbeobachtungen werden deshalb soweit möglich getrennt voneinander eingeordnet.

Transparenzhinweis: Tom Steinmetz ist Tierheilpraktiker sowie Gesellschafter und fachlicher Berater der Mycelium Pilzkraft GmbH. Diese wirtschaftliche Verbindung wird aus Gründen der Transparenz offengelegt.